Unterschied zwischen dynamischem und Kondensator-Mikrofon

    Unterschiedliches Wandlerprinzip bei dynamischem und Kondensator Mikrofon

    In diesem Artikel geht es um viele Unterschiede zwischen dynamischen und Kondensator Mikrofonen. Es wird erklärt in welchen Situationen ein Kondensatormikrofon besser ist und in welcher man lieber zu einem dynamischen Mikrofon greifen sollte.

    Die wichtigsten Begriffe im Überblick

    • Dynamisches Mikrofon
    • Kondensatormikrofon
    • Wandlerprinzip
    • Stromversorgung
    • Empfindlichkeit
    • Preisunterschied

    Vergleich zwischen Kondensatormikrofon vs dynamisches Mikrofon

    Die Diskussionen über den Unterschied zwischen dynamischen und Kondensator Mikrofonen endet scheinbar nie. Aus diesem Grund wollen wir ein paar Dinge aufklären. Der Unterschied zwischen den beiden Mikrofonarten besteht in ihren unterschiedlichen Wandlerprinzipien. Es hat jedoch nichts mit der Richtcharakteristik die Mikrofone zu tun. Denon dynamisches Mikrofon kann die gleiche Richtcharakteristik haben wie ein Kondensatormikrofon.

    Wandlerprinzipien

    Beide Mikrofonarten besitzen eine Membran, die durch von Schall ausgelöste Luftbewegung in Schwingung versetzt wird. Das Mikrofon wandelt die Bewegung der Membran in elektrische Energie um wodurch der Ton reproduziert (Lautsprecher), aufgenommen (Speichermedium oder Computer) oder weitergeleitet (Mikrofon Verstärker, Mischpult) werden kann. Hier kommt das Wandlerprinzip zum Tragen mit dem das elektrische Signal erzeugt wird.

    Beim dynamischen Mikrofon wird die Geschwindigkeit der Membran gemessen. Beim Kondensatormikrofon die Abstandsänderung (Kapazität) zwischen Membran und Gegenelektrode.

    Stromversorung und Phantomspeisung

    Die Mehrheit der dynamischen Mikrofon kommt ohne eine zusätzliche Stromversorgung aus. Ein Kondensatormikrofon hingegen benötigt immer eine Stromversorgung in Form einer Phantomspeisung um die Elektroden die sich an der Membran und an der Rück Elektrode befinden aufzuladen.

    Empfindlichkeit

    Im Allgemeinen weisen Kondensatormikrofone eine höhere Empfindlichkeit als dynamische Mikrofone aus. je nach Verwendungszweck sollte man deswegen darauf achten, wie empfindlich das Mikrofon für den jeweiligen Job sein muss. Jemand, der mit seiner Stimme arbeitet, will möglichst einen genaues Bild das Klangspektrum von hoch bis tief so wie der leisen und lauten Töne abbilden.

    Sind hat man bei einem Kondensator Mikrofon meist einen Nahbesprechungseffekt und kann auch leise Töne aufnehmen, während ein dynamisches Mikrofon erst ab einem etwas höheren Schalldruckpegel reagiert.

    Preisunterschied

    Was den Preis angeht liefern dynamische Mikrofone oft mehr für weniger Geld. Gerade bei Mikrofonen, die einem starken Verschleiß auf Konzertbühnen ausgesetzt sind ist es finanziell gesehen sinnvoller auf günstigere dynamische Mikrofone zu setzen, als bei einem Verlust ein teures Kondensator Mikrofon nachkaufen zu müssen.

    Gute dynamische Mikrofone

    Günstige Modelle gibt es von beiden Mikrofonarten, aber man will ja auch eine bestmögliche Leistung für sein Geld. Bei den dynamischen Mikrofonen ist das beliebtete Shure SM58 in seiner Sparte fast konkurrenzlos. Es begeistert seit fünfzig Jahren auf den Konzertbühnen dieser Welt.

    Als günstige Alternative wird oft das Behringer Ultravoice 8500 gekauft. Wenn man nach den Bewertungen auf Amazon geht, ist das für den günstigen Preis der absolute Hit unter den Hobby-Sängern.

    Gute Kondensatormikrofon

    Kondensatormikrofone für den Heimgebrauch gibt es viele, doch aus der Masse sticht das Rode NTUSB heraus. Für viele ambitionierte Youtuber oder Podcaster ist es ein perfektes Mikrofon.

    Wer es preisgünstiger haben will greift – vor allem wegen der Optik – zum Samson Meteor Mic, das rund ein Drittel so teuer ist. Allerdings muss man dann auch Einbußen bei der Soundqualität hinnehmen. Für Hobby-Anwendungen ist es trotzdem keine schlechte Wahl.